Rafinha schwänzt wegen Olympia
Der erste Bundesligaprofi hat die Hilflosigkeit seines Arbeitgebers im Konflikt um die Abstellungen für das
olympische Fußball-Turnier eiskalt ausgenutzt.
Verteidiger Rafinha missachtete das Peking-Verbot seines Klubs Schalke 04, er erschien am Montag nicht zur Abreise der "Königsblauen" zum Trainingslager ins österreichische Stegersbach und wird am Dienstag zum Treffpunkt der brasilianischen Olympiamannschaft in Paris reisen.
Eventuellen Sanktionen sieht der Abwehrspieler gelassen entgegen. "Wenn sie den Vertrag auflösen, wird es ihnen leid tun. Große Vereine haben schon ihr Interesse an mir gezeigt. Schalke wollte mich aber nicht verkaufen. Es wäre traurig, wenn ich gehen müsste, aber dann wäre ich frei für einen neuen Klub."
Möglicherweise trat der Brasilianer damit eine Lawine los: Denn auch beim Hamburger SV (Vincent Kompany), Hertha BSC Berlin (u. a. Marko Pantelic) und Werder Bremen (Diego) gibt es olympiafreudige Fußballer.
Foto:(Der 22-jährige Talent erschien heute nicht beim Training) © 2008 AFP